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Kongress im Eisenbahnmuseum Schwechat

Am zweiten Maiwochenende war das Eisenbahnmuseum Schwechat das Zentrum der Europäischen Eisenbahngeschichte.
Einmal jährlich trifft sich  der „Arbeitskreis Lokomotivgeschichte“, aus Anlass seiner Generalversammlung, zu einem Kongress.
Diese Vereinigung ist  kein Verein, sondern ein loser Zusammenschluss von rund hundert europäischen Eisenbahn- und Technikhistorikern sowie Freunden der Eisenbahn, von Schweden bis Italien und von Großbritannien bis Rumänien.
Sie haben sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieses speziellen Aspektes der Industriegeschichte verschrieben.
Dies beginnt beim Aufspüren und Sammeln von Dokumenten, geht über das Auswerten von Archiven und gipfelt im Idealfall in einer allgemein verständlichen Publikation mit wissenschaftlichem Hintergrund.
Österreich stellt derzeit die zweitstärkste Ländergruppe und mit dem Niederösterreicher Dieter Zoubek auch den Regionalkoordinator für den gesamten Donauraum

Am 7. und 8. Mai 2011 fand dieses Treffen im Eisenbahnmuseum Schwechat statt. Rund 50 Teilnehmer aus 8 Ländern lauschten in lockerer Atmosphäre Vorträgen zu durchaus ernsten Themen wie demUrheberrechtsschutz und  Gedanken zur langfristigen Erhaltung von Bildern. Sehr aktuelle Probleme, wenn man sich einerseits die leidige Abschreibeaffäre in wissenschaftlichen Veröffentlichungen und andererseits den Verlust von 50% des kulturellen Erbes in Europa während der letzten hundert Jahre vor Augen hält.

Viel Beachtung fanden unter anderem die Ausführungen des Schwechater Autors Alfred Horn über die Pressburgerbahn und von G. Villanyi aus Ungarn über eine, weltweit vertriebene, Entwicklung von Dampftriebwagen der Fabrik Ganz / Budapest zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Einen der Hauptvorträge hielt der stellvertretende Leiter der slowenischen Denkmalbehörde, der Industriehistoriker Mag. Tadej Braté. Er beherrscht die deutsche Sprache mit durchaus verständlichem Zungenschlag, erhielt er doch einen Teil seiner Ausbildung in der ehemaligen Floridsdorfer Lokomotivfabrik. Mit dem Schwechater Museumsteam verbindet ihn eine über dreißig Jahre andauernde Freundschaft.
Ein besonders prominenter Gast war auch Dipl.Ing. Günter Krause, Präsident der deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte, die in Deutschland drei große Eisenbahnmuseen betreibt. Unter den Teilnehmern waren auch zahlreiche Buchautoren aus dem In- und Ausland.
Außer Programm erweiterte der Schwechater Museumsleiter Franz Kamper noch spontan die Tagesordnung und präsentierte der Gruppe Ergebnisse einer eisenbahnarchäologischen Spurensuche in Ägypten – dort konnten noch 2009 zahlreiche in Österreich gebaute Diesellokomotiven vorgefunden und identifiziert werden.

Zu Mittag labten sich die Teilnehmer am ausgezeichneten Catering eines örtlichen Anbieters und Schwechater Bier.
Insgesamt eine gelungen Veranstaltung, bei der alte Freundschaften erneuert und neue geschlossen wurden.

Gruppenfoto

Gruppenfoto einiger Teilnehmer vor der Dampflok 91.107.

Text: F.K. Foto: Ingo Hütter

Ein kleine Impression von der Saisoneröffnung 2010:

Saisoneröffnung 2010

In unserer Galerie sind neue Fotos in den Kategorien "Fahrzeuge -> Dampflok Brünn", "Fahrzeuge -> VT41.03" und "Arbeitseinsatz Ostern 2010" hochgeladen worden.

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JW180Am 20. März 2010 holten wir zwei Fahrzeuge vom Gelände der Ölmühle in Bruck ab. Schon etliche Jahre waren wir Eigentümer einer JW 180 26T ex Zuckerfabrik und der berühmten „NICHT-2060“ ex Lager und Kühlhaus Wien. Nachdem letztere auf einmal, ohne unser Wissen, nach Linz zu Logserv als Ersatzteilspender verschwand, musste etwas geschehen.

Der Abtransport scheiterte bisher immer wieder am Geld, am Platz, oder einfach weil sie unzugänglich abgestellt waren.

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Wie jedes Jahr öffnet das Eisenbahnmuseum Schwechat seine Pforten am 1. Mai. Einige interessante Neuerungen erwarten die Besucher.

Die wahrscheinlich wichtigste Attraktion ist einer der ersten Züge von Wien nach Schwechat durch Zusammenführung der Dampflok „Ilse“ vormals Aspangbahn 21 mit dem Ci 123. Aufgrund der geringen Anzahl in Frage kommender Fahrzeuge kann davon ausgegangen werden, dass genau diese Fahrzeuge in genau dieser Kombination vom Aspangbahnhof nach Schwechat fuhren.

Neue Öffnungszeiten!
Für Alle, die auch unter der Woche unser Museum besuchen wollen, sind unsere neuen Öffnungszeiten interessant:

  • Mittwoch bis Samstag jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr
  • Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr